Der Begriff PRK steht für "PhotoRefraktive Keratektomie". Wie die LASIK wird der Eingriff ambulant und ohne Vollnarkose angewandt, dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.
Die PRK ist im Vergleich zur LASIK eine etwas ältere Methode. Sie wird seit 1985 angewandt und wurde 1995 sowohl von der DOG als auch vom BVA als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren eingestuft. Sie ist aber keinesfalls veraltet. Sie ist einfach durchzuführen. Die Hornhautabtragung ist sehr präzise dosierbar. Sie eignet sich insbesondere für kleinere Sehfehler.
Die Vorbereitung gleicht der Vorbereitung bei der LASIK.
Vor dem Eingriff wird das zu operierende Auge mit Tropfen betäubt. Die Operation verläuft dadurch schmerzfrei. Sie bekommen vor dem Operationsraum eine sterile Haube aufgesetzt. Dann legen Sie sich auf die Behandlungsliege. Das zu behandelnde Auge wird mit sterilen Tüchern abgedeckt. Ein Lidsperrer hilft Ihnen, das Auge offen zu halten. So wird vermieden, dass Sie während der Operation unbeabsichtigt blinzeln.
Es folgt eine exakte Positionierung des Excimer-Laser-Geräts. Über ein Steuerprogramm werden die an Ihrem Auge zuvor präzise gemessenen und berechneten Daten direkt in den Rechner des Excimer-Laser-Geräts eingegeben. Das Operationslicht wird angeschaltet. Das Licht kann in den ersten Minuten etwas blenden.
Bei der PRK wird die Hornhaut nicht geschnitten. Die Hornhautoberfläche wird nach Betäubung des Auges direkt durch den Excimer-Laser abgetragen. Die individuell angepasste Laserabtragung der Hornhautoberfläche verändert die Krümmung der Hornhautoberfläche. So wird die Fehlsichtigkeit behoben. Die Laserung ist schmerzfrei. Sie hören lediglich ein lautes Geräusch. Die Laserbehandlungszeit ist kurz: Sie liegt zwischen wenigen Sekunden bis wenigen Minuten.
Jetzt wird noch der Lidsperrer herausgenommen. Sie schließen Ihr Auge vorsichtig. Das zweite Auge wird behandelt. Sie erhalten eine Augenklappe.
Sie erhalten Augentropfen, die Sie während der ersten Wochen regelmäßig tropfen sollten.
Im Vergleich zur PRK dauert die Heilung länger und ist oft schmerzhafter. Am Folgetag können Sie sehen, aber ihre Sehschärfe ist noch deutlich eingeschränkt. Das Sehen stabilisiert sich jedoch über einen Zeitraum von einigen Wochen hin.
- Brillenfreiheit ist gut erreichbar.
- Die Korrektur erfolgt an der Hornhautoberfläche ohne Hornhautschnitt.
- Es besteht oft ein deutlicher Wundschmerz in den ersten Tagen nach der Behandlung, der jedoch medikamentös behandelbar ist.
- Die Seherhohlung erfolgt langsamer als bei der LASIK.
- Der Effekt kann nicht rückgängig gemacht werden.
- Das Verfahren ist weniger abhängig von der Hornhautdicke als die LASIK. Es eignet sich auch für dünnere Hornhäute, da kein Schnitt erfolgt.
- Das Verfahren ist sehr sicher, da Hornhautschnitt-Komplikationen vermieden werden.
- Eine Nachkorrektur ist möglich.
Hier finden Sie Informationen zur PRK, die von der Kommission Refraktive Chirurgie herausgegeben wurden. Beim Berufsverband der Augenärzte können Sie sich zudem hier über die PRK informieren.