Wie man die richtige Kinderbrille aussucht
Kinderbrillen

Mit Leichtigkeit

Die Kinderbrille muss fetzig aussehen, um bei Kindern gut anzukommen. Aber das Aussehen allein ist nicht entscheidend. Wichtig ist vor allem, dass die Brille leicht und flexibel ist. Deshalb wird jeder Optiker leichte Fassungen für Kinder empfehlen, damit die Brille nicht drückt oder rutscht. Diese Fassungen gewährleisten den stabilen Sitz der Brille. Dann macht Brilletragen Spaß!

Klein, aber oho!

Die Fassung sollte möglichst klein sein. Mit Sprüchen wie „Da wächst Du eben noch hinein“ können Kinder den Spaß an der Brille komplett verlieren. Hier darf nicht am falschen Ort gespart werden, denn die Brille muss konsequent getragen werden. Die Fassung darf nicht „überstehen“. Als Begrenzung dienen Augenbraue und seitlicher Schläfenrand. Steht die Brille seitlich zu weit ab, steigt die Gefahr, irgendwo mit der Fassung hängen zu bleiben oder sich daran zu verletzen. Jede Mutter kann sich über den korrekten Sitz der Kinderbrille selbst vergewissern. Dabei legt sie ihre Hand an den seitlichen Brillenrand und die Schläfe. So spürt sie gleich, ob die Brille übersteht oder nicht. Die Wange des Kindes sollte nicht als Auflagefläche der Brille dienen. Schließlich wollen Kinder ungehindert lachen können!

Auf´s Glas kommt`s an

Kleine Gläser haben den Vorteil, viel leichter zu sein. Außerdem bieten sie weniger Rutschmöglichkeit auf der Kindernase. Unangenehme Druckstellen können erst gar nicht entstehen. Am besten eignen sich Kunststoffgläser. Sie sind angenehm tragbar, weil sie leichter sind, und zerbrechen nicht gleich, wenn sie beim Spielen von der Nase fallen. Als Schutz gegen Kratzer können die Gläser mit einer Hartlackschicht überzogen werden. Schulkinder sollten entspiegelte Gläser bekommen, damit sie im künstlich beleuchteten Klassenzimmer nicht durch Reflexe gestört werden.

Kinderbrillen

Eine Nase voraus

Ein passender Steg bedeutet stabilen Sitz der Brille auf der Nase. Damit das Gewicht der Brille gleichmäßig  auf dem Nasenrücken verteilt wird, sollte der Steg individuell der Kindernase angepasst werden. Auflagepolster aus Silikon eignen sich besonders gut, weil sie haftend und weich sind. Kleinkinder haben noch eine unausgebildete, flache Nase. Man empfiehlt für sie einen Sattel- oder Softblocksteg. Bei älteren Kindern ist der Nasenrücken ausgeprägt. Sie können Brillen mit zwei Nasenauflagen, sogenannten „Pads“ verwenden.

Allergiker sollten sich Pads aus Metall oder Glas zulegen, um einer allergischen Reaktion vorzubeugen. Außerdem besteht die Möglichkeit,  bei empfindlicher Haut einen Filz auf die Pads aufbringen zu lassen.

Die Brillenbügel

Eine rutschende Brille drückt bekanntlich immer auf den selben Punkt hinter der Ohrmuschel. Das ist auf Dauer sehr schmerzhaft und verursacht manchmal sogar Kopfschmerzen. Um das zu verhindern, sollten beide Bügel gleichmäßig aufliegen und der kindlichen Ohranatomie angepasst sein.

Beim Sportunterricht fällt eine Brille schnell von der Nase. Schulkinder erhalten deshalb eine zusätzliche Sportbrille. Die Besonderheit liegt in ihren Bügeln. Sie haben spezielle Sportenden, die das Ohr elastisch umgreifen und können somit weniger leicht herunterfallen.

Klaren Durchblick behalten!

Eine dreckige Brille wird ungern getragen. Aber mit Mikrofasertückern vom Optiker erhält man schnell wieder den Durchblick. Oftmals reicht es auch schon, die Brille unter klarem Wasser mit etwas Spülmittel abzuwaschen. Wenn die Brille nicht auf der Nase sitzt, kann sie in Hartschalenetuis sicher aufbewahrt werden. Auch in der Schultasche kann ihr so nichts passieren.

Basierend auf: "Augenblick Mal! 3/99"

Weitere Informationen finden Sie in der Informationsbroschüre des Berufsverbands der Augenärzte.