Frau Ehmann machte ihre Ausbildung an der Ludwig-Erhardt-Schule. Sie ist bereits seit 1986 Teil unseres Teams.
In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport.
Frau Ehmann machte ihre Ausbildung an der Ludwig-Erhardt-Schule. Sie ist bereits seit 1986 Teil unseres Teams.
In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport.
Hallo, Frau Ehmann! Dürfte ich Sie einen Moment stören und Ihnen ein paar Fragen stellen?
Selbstverständlich!
Seit wann sind Sie schon in der Praxis Vivell beschäftigt?
Seit 1986.
Haben Sie hier auch Ihre Lehrzeit verbracht?
Ja. Mit 17 Jahren bin ich nach der 10. Klasse vom JKG-Bruchsal abgegangen.
Warum haben Sie sich für den Beruf der Arzthelferin entschieden?
Mir war klar, dass ich viel mit Menschen zu tun haben wollte. Weil ich nicht sicher war, ob ich wirklich Arzthelferin werden wollte, machte ich erst mal ein Praktikum bei einem Zahnarzt. Die Arbeit gefiel mir und ich schickte viele Bewerbungen los.
Welche Voraussetzungen sollte man denn Ihrer Meinung nach für diesen Beruf mitbringen?
Medizinisches Wissen ist keine Voraussetzung, denn das erlernt man in der Berufsschule und bei der Arbeit. Aber die Fähigkeit zur Teamarbeit halte ich für äußerst wichtig. Schließlich muss ich mich auf meine Kolleginnen verlassen können, gerade in einem kleineren Betrieb. Außerdem sollte man gute Umgangsformen haben. Flexibilität gegenüber verschiedensten Menschen ist auch ein wichtiger Aspekt, denn ein Kind verlangt eine andere Ansprache als ein Erwachsener. Aber die wichtigste Voraussetzung ist und bleibt das soziale Engagement!
Wie sieht diese Ausbildung denn aus?
Die Lehrzeit dauert drei Jahre, wie andere Lehrberufe auch. Ich habe diese Zeit an der Ludwig-Erhardt-Schule verbracht. Zwei-mal in der Woche hat man einen Nachmittag Unterricht. Es gibt keine spezielle Ausbildung zur Augenarzthelferin. Die spezifischen Kenntisse erlernt man in der restlichen Zeit bei der praktischen Arbeit.
Sie arbeiten ja jetzt schon über 20 Jahre in der Praxis Vivell. Da hat sich doch bestimmt einiges geändert?
Aber natürlich, z.B. die Umstellung von Karteikarte auf PC war am Anfang doch recht schwierig. Mittlerweile läuft alles über den Computer und ich könnte mir es anders nicht mehr vorstellen.
Auch im Jahr 1995 haben wir mit Dr. Patrick Vivell nicht nur einen weiteren Chef bekommen, sondern das war auch der Start für die Kataraktoperationen. Mittlerweile gibt es mit Dr. Andreas Reuland noch einen weiteren Augenarzt in der Praxis. So ist es nun immer möglich, dass die Sprechstunde in der Praxis und der OP parallel laufen können.
Mit dem Umzug der Praxis und des OPs im Jahre 2006 ins Krankenhaus Bruchsal gab es dann auch noch mal einige Veränderungen.
Der OP war bestimmt auch für Sie eine berufliche Herausforderung?
Von Anfang an war der OP mein "liebstes Kind". Oberstes Gebot ist Sauberkeit. Die Instrumente müssen steril sein und ohne spezielle Aufforderung dem Operateur gereicht werden. Seit wir eine Videoanlage im OP haben geht das leichter, man kann die einzelnen Operationsschritte über den Bildschirm mit verfolgen.
Für die Patienten ist eine Operation immer mit Ängsten verbunden. Die Aufgaben des Teams im OP bestehen nicht nur darin, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, sondern auch die Patienten persönlich zu betreuen.
Was machen Sie eigentlich nach Ihrer Arbeit zur Entspannung?
Inzwischen habe ich zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren und arbeite immer noch gerne, aber nur noch in Teilzeit, im OP. Ansonsten bin ich Hausfrau und Mutter und versuche mich, so oft es zeitlich möglich ist, mit Sport fit zu halten.
Na, dann wünschen wir Ihnen noch alles Gute und vielen Dank für das Gespräch.
Hab` ich doch gerne gemacht. Bis bald!
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Basierend auf: "Augenblick Mal! 1/99"