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Frau Klein ganz groß!

Frau Klein

Ausbildung: folgt

Hobbies: folgt

Im Gespräch mit Frau Klein

Hallo, Frau Klein! Dürfen wir Sie kurz stören?

Klaro. Ich nehme mir gerne die Zeit.

Frau Klein, gibt es bestimmte Wochentage, Tageszeiten oder Jahreszeiten, an denen besonders viele Patienten die Praxis besuchen?

Im Frühjahr bzw. Sommer kommen häufig Patienten mit Allergien. Ansonsten gibt es keine jahreszeitlich bedingte Häufung. Das ist natürlich anders beim Hausarzt, der im Winter meist Grippefälle zu behandeln hat. In einer Augenarztpraxis kommen viele Patienten mit altersbedingten Krankheiten, wie Diabetes, Grauer Star etc.. Diese Patienten kommen vierteljährlich zur Kontrolle. Am Tage merken wir eine Häufung mit der Ankunft der Stadtbahn. Viele unserer Patienten kommen aus dem Kraichgau und sind auf die Stadtbahn angewiesen.

Wie lange müssen die Patienten ungefähr warten, um ins Behandlungszimmer zu gelangen?

Notfälle, schwangere Frauen und Kleinkinder werden soweit als möglich vorgezogen, da wir ihnen eine längere Wartezeit ersparen möchten. Bei vielen Patienten müssen bestimmte Voruntersuchungen gemacht werden, dadurch verlängert sich die Wartezeit zwangsläufig. In seltenen Fällen kann es dann bis zu 1,5 Stunden dauern. Wir informieren die Leute aber gerne, wenn sie mit längeren Wartezeiten rechnen müssen, dann können sie noch andere Erledigungen in der Stadt machen.

Was kann man tun, um möglichst schnell einen Termin zu bekommen?

Man muss unheimlich nett zur Arzthelferin sein (ha, ha). Spaß beiseite: Alle Notfälle kommen selbstverständlich am selben Tag dran.  Bei ganz normalen Kontrolluntersuchungen kann man mit ca. 4 Wochen Wartezeit rechnen. Am besten, man macht bei der Untersuchung gleich den nächsten Kontrolltermin bei uns aus. Raschere Termine können oft kurzfristig zu unüblichen Zeiten vergeben werden.

Arbeiten Sie  auch im OP mit?

Ja. Von Beginn an.

Was macht Ihnen mehr Spaß: die Arbeit in der Praxis oder im OP?

Eigentlich mache ich beides gleich gerne. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass der OP anfangs unheimlich spannend war. Man bekommt aber in jeder Arbeit bald ein bisschen Routine. Dann geht alles leichter und sicherer von der Hand.

Wir haben gehört, dass Sie schon im Ausland gearbeitet haben.

Das ist doch schon so lange her! Ich war damals als Urlaubsbetreuung in Griechenland und der Türkei. Immer in den schönen Clubhotels von Marc`O Polo, einer österreichischen Ferienorganisation.

Was macht denn eine Urlaubsbetreuung?

Die Urlaubsbetreuer mobilisieren die Urlauber für viele Aktivitäten im Club. Dazu gehören z.B. Strandspiele, Gymnastik, Tennis, das Abendprogramm, Wasserski etc. Ich hatte dort einen sehr abwechslungsreichen Arbeitstag. Außerdem waren wir eine kleine Gruppe von Animateuren, die gut zusammenarbeiteten und sich privat auch prima verstanden. Es kommt immer auf die Einstellung an, ob man Spaß bei der Arbeit empfindet.  Ich habe diese Zeit als langen Urlaub betrachtet, den ich mit vielen verschiedenen Menschen verbringen durfte.

Wie lange haben Sie als Urlaubsbetreuerin oder Animateurin gearbeitet?

Fast zwei Jahre lang. Die Urlaubssaison dauerte von März bis November. Im Februar begann dann die Vorbereitungsphase. Und im November und Dezember hatten wir frei.

Gibt es Parallelen zwischen dem Beruf der Arzthelferin und dem der Urlaubsbetreuerin?

Auf jeden Fall! Die Animationszeit hat mir geholfen, mit Menschen besser umzugehen, d.h. Verständnis für einen anderen Menschen und seine Situation aufzubringen.

Wie sind Sie denn zu dieser Arbeit gekommen?

Ich  habe selbst Cluburlaub gemacht. Das hat mir eben sehr gut gefallen.

Können Sie sich vorstellen, noch einmal ins Ausland zu gehen?

In nächster Zukunft bestimmt nicht! Ich bin mit meinem Leben hier voll zufrieden. Aber meinen Lebensabend will ich unbedingt im Ausland verbringen. Irgendwo in der Wärme und am Meer.

Wir bedanken uns bei Ihnen, Frau Klein, für dieses offene Gespräch.

 

Basierend auf: "Augenblick Mal!- 1/2000"