Weiter
Gesichtsfelduntersuchung
Goldmann Perimeter

Selbst wenn das zentrale Sehen adlerscharf ist, kann das Gesichtsfeld für das äußere Umfeld deutlich eingeschränkt sein. Wenn Betroffene durch ein Zimmer gehen, erkennen sie beispielsweise den Schrank an der Wand nicht mehr ohne ihn anzuschauen. Dies wird oftmals nicht bewusst wahrgenommen. Die Betroffenen wissen aus der Erinnerung, wo ihr Schrank steht.

Erst in einer Gesichtsfelduntersuchung kommt das Ausmaß der Einschränkung ans Tageslicht. Eine solche Gesichtsfelduntersuchung kann beispielsweise bei Patienten mit einem Grünen Star oder für ein Führerscheingutachten (Link öffnet einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt) wichtig sein.

In unserer Praxis stehen drei verschiedene Geräte zur Untersuchung des Gesichtsfelds zur Verfügung (Goldmann, Zeiss-Humphrey, FDT). Jedes dieser Geräte wird für ganz spezifische, unterschiedliche Fragestellungen eingesetzt.

Im oberen Photo sehen Sie unser Goldmann-Perimeter. Hiermit kann das äußere Gesichtsfeld besonders gut geprüft werden. Das Gerät sieht von innen wie eine aufgeschnittene Kugel aus. Sie sehen bei der Untersuchung mit einem Auge in die Halbkugel hinein und fixieren einen Punkt direkt vor Ihnen. Immer wenn ein Lichtpunkt in der Kugel aufleuchtet, müssen Sie eine Klingel betätigen. Die Lichtpunkte sind dabei unterschiedlich hell. Je mehr und je schwächere Lichtpunkte Sie erkennen können, umso besser ist Ihr Gesichtsfeld.

FDT

Im unteren Photo sehen Sie unser FDT-Perimeter. FDT steht für Frequenzverdoppelungstechnologie. Bei der Untersuchung wird ein schwarz-weißes Streifenmuster in schnellem Wechsel angeboten. Der Gesunde nimmt bei einer Wechselfrequenz von mehr als 15 Wechsel pro Sekunde eine Verdopplung der Streifen wahr.

Bei der Untersuchung werden bestimmte Netzhautzellen (magnozelluläres System) gereizt, welche vom Grünen Star besonders betroffen sind. Daher eignet sich das FDT besonders gut zur Früherkennung des Grünen Stars.

Das FDT-Gesichtsfeld lässt sich mit deutlich weniger Zeitaufwand erstellen als andere Gesichtsfelduntersuchungen, so dass es weniger belastend für Sie ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass es bereits bei Kindern zum Einsatz kommen kann.

Rechts unten sehen Sie ein Beispiel für das Ergebnis einer Gesichtsfelduntersuchung. Durch Anklicken können Sie den Befund vergrößert anschauen. Die schraffierten und schwarzen Felder sind Felder eingeschränkten Sehens.

Dr. Patrick Vivell hat ein Buch über die Gesichtsfelduntersuchung und über die Testung des Sehvermögens in der Verkehrsmedizin geschrieben. Nähere Informationen über dieses finden Sie hier.

FDT-Gesichtsfeld